Region Basel Google Weltweit
Wildcardsuche automatisch verwenden (z.B. Kino*)

Unvergesslische Geschenke und tolle Aktionen!

DVDs, CDs und Game - Portofrei

Computerzubehör, Elektronik zu Toppreisen - Heute bestellte - Morgen geliefert

Der Immomarktplatz der Schweiz
Zeitungen der Region

Unter 'Verwandte Themen' finden Sie einen Link zur Basler Zeitung (BaZ).

- Basellandschaftliche Zeitung Online
Die in Liestal erscheinende Tageszeitung bietet in der Online-Ausgabe kurze regionale Schlagzeilen an.
URL: http://www.bz-online.ch
- Riehener Zeitung
URL: http://www.riehener-zeitung.ch
- Baslerstab
Baslerstab - grösster Gratisanzeiger in der Region Basel.
URL: http://www.baslerstab.ch
- 20 Minuten
Die Gratiszeitung bietet auf ihrem Portal nicht nur Nachrichten, sondern auch Chat, Umfragen und viele andere Online-Unterhaltung.
URL: http://www.20min.ch
- Aargauer Zeitung
URL: http://www.azag.ch
- Solothurner Zeitung
URL: http://www.solothurner-zeitung.ch
- Badische Zeitung Online
URL: http://www.badische-zeitung.de
- Süddeutsche Zeitung
URL: http://www.sueddeutsche.de
- Dernières Nouvelles d'Alsace
URL: http://www.dna.fr
Verwandte Themen: News | Radio | Basler Zeitung
MrLens

Kontaktlinsen von mrlens - sparen Sie bis 50%!
MrLens bietet Ihnen günstigste Kontatklinsen und Pflegeprodukte. Wir liefern, Sie sparen!
Bei MrLens bestellen Sie gegen Rechnung Linsen- und Pflegemittel aller Marken und Hersteller schnell und zuverlässig zu den besten Konditionen. Vergleichen Sie uns!

- mrlens.ch
Bestellen Sie Ihre Kontaktlinsen online via basel.org|anizer und sparen Sie bis zu 50%!
URL: http://www.mrlens.ch/default.php?ref=74
Geschichte Basels - Bevölkerung und Siedlung

Zwischen der Kantonstrennung und dem Ausbruch des 1. Weltkriegs entwickelte sich B. von einer mauerbewehrten Kleinstadt zu einer mittelgrossen Industriestadt, und der Kt. wurde zum Stadtstaat: Nur 8,8% der Kantonsbevölkerung wohnten 1835 in den Landgem. (Bettingen, Riehen, bis 1908 Kleinhüningen). Bis 1910 sank ihr Anteil auf 2,7%, um sich bis 1990 langsam wieder auf 10,7% zu erhöhen.

Das Wachstum in den Boom-Phasen der 1850er, 70er und 90er Jahre basierte zu zwei Dritteln auf Wanderungsgewinnen. Bis Ende des 19. Jh. überwogen Zuwanderer mit Schweizer Bürgerrecht; 1900 war erstmals eine geringe Mehrheit von ausländ. Zuwanderern zu verzeichnen. Seit 1914 wuchs die Bevölkerung - weitgehend durch Wanderungsgewinne - am stärksten in den frühen 1930er Jahren und in der langen Aufschwungperiode zwischen dem 2. Weltkrieg und 1965 (1957 Max. mit 1,9%). Die Trendumkehr erfolgte 1969/70: Seither blieben die Geburtensaldi negativ, und v.a. in den 1970er Jahren verlor B.-Stadt jährl. bis zu 1,5% seiner Einw. durch Abwanderung. Nur der leicht positive Wanderungssaldo seit 1989 bewirkte ab 1990 eine schwache Zunahme. Der Ausländeranteil ging vom Ende des 1. Weltkriegs bis 1945 zurück auf min. 7,8%. Danach führte die starke Immigration von ital. Arbeitskräften zu einer Verdoppelung der ausländ. Wohnbevölkerung (1970 41'362, 17,6%), bevor die Krise von 1974-75 viele wieder zur Ausreise zwang. Erst seit 1982 nimmt die Zahl der Ausländer wieder zu und erreichte in den frühen 1990er Jahren anteilmässig das Niveau der 1830er bzw. 1920er Jahre. Der Altersaufbau hat sich seit dem 1. Weltkrieg, v.a. aber seit den 1960er Jahren markant zugunsten älterer Menschen verschoben, waebenso wie der generelle Bevölkerungsrückgang seit 1970 wesentl. auf zwei Faktoren zurückgeführt werden kann: den sog. Pillenknick ab 1965 und die Abwanderung v.a. der 30-50-Jährigen mit Kindern in die Vororte. Die durchschnittl. Zahl der Personen pro Haushaltung sank 1870-1920 von 5,0 auf 4,0; 1950 lag sie mit 2,9 erstmals unter 3, und 1990 unterschritt sie die Schwelle von 2 Personen. Alleinlebende ("Singles") oder Vereinzelte (u.a. ältere Menschen) in Einpersonen-Haushalten, unvollst. Fam. (Alleinerziehende) sowie kinderlose und unverheiratete Paare prägen seit den 1980er Jahren zunehmend die Mikrostrukturen der städt. Gesellschaft.

Bis in die frühen 1860er Jahre war B. von der ma. Befestigung umschlossen, die es in die Innere Stadt und den Stadtbann teilte. Nach der Kantonstrennung, v.a. aber mit der ersten Welle des industriellen Bevölkerungswachstums in den 1850er Jahren begann die Ausdehnung des Siedlungsraums über die Mauergrenze hinaus. Am 27.6.1859 wurde mit dem Gesetz über Erweiterung der Stadt das Niederreissen der Mauern, das Auffüllen der Gräben und die Errichtung neuer Quartiere beschlossen. Das Gesetz über die Anlage und Korrektion von Strassen vom 29.8.1859 verdoppelte den Siedlungsraum etwa, entwarf das heutige Strassennetz im ehem. Stadtbann und legte Verbindungsstrassen zwischen alten und neuen Quartieren sowie zu den Bahnhöfen fest.

Von der Kantonstrennung bis zur Schleifung der Mauern nahm der Bestand an bewohnten Häusern im Kt. (1837 waren es 2'526) um ca. 400 Einheiten zu. 1860-80 und 1880-1900 verdoppelte er sich jeweils fast. In den 1860er Jahren konzentrierte sich die Bautätigkeit auf das Gebiet der Bahnhöfe und der von diesen ausgehenden neuen Promenaden. Das wohlhabende Bürgertum zog aus der Altstadt mit ihrer wachsenden Bevölkerungsdichte und entsprechenden sozialen und sanitar. Problemen (1855 Cholera-, 1865 Typhus-Epidemie) in das Gebiet seiner ehem. "Rebgärten" vor der Stadt (Gellertquartier). In den 1870er Jahren entstanden Mittelschichtquartiere im Westen (Steinenring). Bis um 1890 wurden in der äusseren Stadt erst wenige Arbeiterwohnungen in grossen Mietshäusern gebaut; die einkommensschwachen Zuwanderer lebten weiterhin in der überfüllten Altstadt. Nach 1890 verbesserte sich ihre Wohnsituation langsam durch den verstärkten Bau von Arbeiterwohnungen (v.a. Gundeldinger- und Matthäusquartier).

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. erreichte das bebaute Gebiet verschiedenenorts die polit. Grenze der Stadt bzw. des Kt. Schliessl. beanspruchte die Expansion in der Hochkonjunktur der 1950er und 60er Jahre fast die ganze verbliebene Fläche, und die Stadt verschmolz mit den Vororten zur grenzübergreifenden Agglomeration. Seit den späten 1950er Jahren stagniert die Zahl der Wohnbauten. Der jährl. Zuwachs an Gewerbe- und öffentl. Bauten -- 1900 bei 161 und 1925 auf einem Max. von 226 -- bewegte sich 1973-89 auf dem tiefen Niveau von durchschnittl. 23 Bewilligungen und sank 1990-95 gar auf 12.

Von den Park- und Gartenanlagen ist in erster Linie der 1874 in der Talsenke zwischen Centralbahnhof und Paulusquartier eröffnete Zoolog. Garten ("Zolli") mit seinen Erweiterungen von 1884, 1929 und 1939 zu nennen. Anfängl. wurden nur einheim. Tiere gezeigt, 1886 der erste Elefant. 1879-1935 war die Zeit der sog. Völkerschauen ("Neger", "Fischmenschen", "Hottentotten").

Texte vom Historischen Lexikon der Schweiz, Bern.

Geschichte Basels - Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft im 19. Jahrhundert Bis 1871 galten für die meisten Handwerke noch zünft. Schranken. Nur die Industrie konnte ohne diese produzieren. Fakt. wurden zwar Produktions- und Marktbeschränkungen auch von den Handwerkern selbst spätestens ab den 1840er Jahren umgangen. Dennoch setzten diese 1847 erstmals das Verbot, die Gewerbefreiheit einzuführen, in der Verfassung durch. Die städt. Ökonomie war bis in das 2. Drittel des 19. Jh. aufgeteilt in zwei Sektoren: die kapitalintensive, weltmarktorientierte und weitgehend regulationsfreie verlags- und fabrikindustrielle Seidenbandindustrie sowie den damit z.T. eng verbundenen Finanzsektor einerseits, das handwerkl.-arbeitsintensive, kapitalarme, auf den städt. Binnenmarkt orientierte und zünft. Beschränkungen unterworfene Gewerbe andererseits. Dieses anachronist. Nebeneinander wirkte als strukturbewahrendes, retardierendes Element im Industrialisierungsprozess. Es spiegelte sich in der polit. Machtbalance zwischen Handwerkern auf der einen sowie Fabrikanten und Handelsherren auf der anderen Seite und bildete sich sozial ab als Gegensatz von weltläufigem "patriz." Grossbürgertum und kleinstädt. Handwerkerstand.

Lange Zeit produzierte die Seidenindustrie nach dem Verlagssystem. Entscheidende Schritte zur fabrikindustriellen Produktion waren 1824 die erste mechanisierte Schappe-Spinnerei Kontinentaleuropas mit einem Göppelwerk (J.S. Alioth & Cie.), 1832 der Anschluss von Bandwebstühlen an ein Wasserrad (J.J. Richter-Linder) und 1837 die erste Dampfmaschine in der Schappe-Spinnerei (Braun & Ryhiner). Die Arbeitsplätze in den Bandfabriken gewannen ab 1840 gegenüber der städt. Heimarbeit, die neben der ländl. auch existierte, das Übergewicht. 1843 schätzte man die Zahl der Beschäftigten in mechan. Bandfabriken auf ca. 1'500; zugleich produzierten ca. 10'000 Personen auf der Landschaft Seidenbänder in Heimarbeit. Für 1847 schätzt man den Anteil der Seidenband- und Seidenstoffindustrie am städt. Gesamteinkommen auf max. einen Fünftel. 1870 arbeiteten ca. 6'600 Arbeiterinnen und Arbeiter in städt. Fabriken, davon 78% in der Seidenindustrie, 8% in der Metall- und Maschinenindustrie, 6% im Bau- und Holzgewerbe, 2% in der Chem. Industrie und der Rest in den übrigen Branchen. B. wurde in der 2. Hälfte des 19. Jh. zur grössten Industriestadt der Schweiz.

Wirtschaft im 20. Jahrhundert Die Erwerbsstruktur lässt sich sowohl unter dem Gesichtspunkt der in B.-Stadt wohnhaften Erwerbstätigen wie auch unter dem der Arbeitsplätze betrachten. Die Differenz ergibt sich aus dem für den Stadtkanton typ. Zupendlerüberschuss. Lag die Zahl der Zupendler bis zum 2. Weltkrieg im Bereich von 10'000 Personen, so stieg sie danach steil an und erreichte 1990 64'192, davon ca. ein Drittel aus Deutschland und Frankreich. Die wirtschaftl. Verflechtung der Regio Basiliensis hat v.a. in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen.

Erwerbstätigkeit der Einwohner

Total Erwerbstätige Frauen 1. Sektor 2. Sektor 3. Sektor
1870 27'623 12'427 4,5% 52,4% 43,1%
1900 50'133 12'625 a 2,4% 53,0% 44,5%
1920 70'572 24'285 1,5% 52,0% 46,5%
1950 97'305 33'713 1,0% 45,5% 53,5%
1970 121'190 47'265 0,5% 42,5% 57,1%
1990 103'970 42'917 0,5% 28,7% 70,9%

a) 1900 wurden 4'748 meist weibl. Dienstboten nicht nach Geschlecht unterschieden und fehlen deshalb in dieser Zählung. Quellen: Eidg. Volkszählungen

Die nur für die neueste Zeit vollst. -- auf den Arbeitsplatz B.-Stadt bezogenen -- Betriebszählungen zeigen einen weniger starken Rückgang des 2. Sektors, der in besonderem Ausmass Zupendler anzog. 1991 erfasste man im Halbkt. 437 Vollzeitbeschäftigte im 1., 49'544 im 2. und 82'697 im 3. Sektor, wozu 41'062 Teilzeitbeschäftigte kamen. Von allen schweiz. Grossstädten verfügt B. noch immer über den gewichtigsten Anteil des 2. Sektors. Knapp 30% der Vollzeitbeschäftigten arbeiteten in Betrieben mit 500 und mehr, weitere 23% in solchen mit 100-499 Beschäftigten. Die wichtigsten Bereiche der Wirtschaft, in denen 1991 zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten arbeiteten, entwickelten sich wie folgt:

Arbeitsplätze in ausgewählten Bereichen

  1905  1929  1939  1955  1965  1975  1985  1991
Chemie  2'372  5'558  7'406  14'693  20'802  27'482  23'535  24'292
Textil  8'209  5'600  2'503  2'160  1'408  628  88  76
Maschinen
Uhren
  1'330  3'417  3'881  6'796  7'180  4'352  3'758  3'588
Bau  7'699  11'011  6'898  14'490  19'052  12'362  12'295  13'728
Handel  7'300  14'122  13'358  18'684  22'077  20'528  18'430  13'728
Banken
Vers.
  1'209  3'421  3'727  4'635  6'499  9'096  11'297  12'515
Verkehr
PTT
  6'129  8'178  8'224  12'367  13'248  13'702  13'204  13'542
Gastgew.  3'122  4'150  4'826  5'798  6'195  6'450  5'993  5'880

Quellen: Betriebszählungen

Die heute wichtigste Branche, die Chemische Industrie , nahm 1859 mit der Anilinfarbenproduktion Alexander Clavels ihren Anfang. In den ersten Jahrzehnten entstanden durch Neugründungen, Aufteilungen und Fusionen Firmen mit wechselnden Namen, aus denen sich in einem Konzentrationsprozess die Struktur mit den Weltkonzernen Ciba , Sandoz (die 1996 zur Novartis fusionierten) und Roche an der Spitze herausbildete. Bis zur Jahrhundertwende blieb die Chemie bescheiden, wuchs dann aber rasch und distanzierte alle andern Branchen, zuletzt um 1970 den Handel. B.-Stadt verfügt dadurch über eine äusserst einseitige Erwerbsstruktur. Der Sandoz-Grossbrand vom 1.11.1986 in Schweizerhalle , der in B. eine mehrstündige Ausgangssperre bedingte, sowie der in den 1990er Jahren erhebl. Abbau von Arbeitsplätzen erschütterten das Vertrauen in die sonst kaum angefochtene Chem. Industrie.

Die Textilindustrie mit Schwerpunkt in der Seidenbandweberei sowie starker Stellung in der Färberei und der Schappe-Industrie brach bis zum Ende der 1930er Jahre schwer ein und ist heute fast verschwunden.

Der Handel bot während Jahrzehnten am meisten Arbeitsplätze, der Detailhandel ( Coop ) rund doppelt soviele wie der Grosshandel. Zur Förderung des Absatzes schweiz. Erzeugnisse wurde 1917 erstmals die Mustermesse durchgeführt, aus der in der Folge ein Messe- Unternehmen ("Messe Basel") mit zahlreichen Fachmessen hervorging ( Ausstellungen ).

Obwohl B. in der 1. Hälfte des 19. Jh. ein schweiz. Kapitalreservoir war, gewann die Stadt als moderner Finanzplatz spät Bedeutung. Zwei Grossbanken wurden hier gegr., die Basler Handelsbank (1862) und der Schweizerische Bankverein (SBV) (1872). Die Kantonalbank folgte 1899, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) 1930. Eine Börse gab es 1876-1996. Seit 1861 entstanden die versch. Zweige der Basler Versicherungen , der weitere Gesellschaften folgten.

Beschäftigungsmässig nahm der Verkehr, ausser unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, nur schwach zu, weil das wachsende Volumen durch Rationalisierungsmassnahmen aufgefangen wurde. Neben den Erwerbstätigen im öffentl. Verkehr, im Strassentransport und bei der Post fallen in B.-Stadt die Luftfahrt, die Rheinschifffahrt und 1991 als grösste private Gruppe die Spedition ( Danzas , Panalpina Welttransport ) unter diesen Titel.

Der Halbkt. B.-Stadt verfügt über eine der leistungsfähigsten kant. Volkswirtschaften. Bis in die 1970er Jahre wies er das höchste Volkseinkommen pro Kopf aus. Seither ist er hinter die Kt. Zug und Zürich zurückgefallen und hat im nationalen Rahmen an Gewicht verloren. Konjunkturelle Schwankungen zeigten z.T. besonders starke Auswirkungen in B. So lag die Arbeitslosenquote in den Krisen der frühen 1920er, der 1930er, der 1970er und der 1990er Jahre höher als im Landesmittel.

Verkehr
Erstmals 1832 legte ein Dampfschiff in B. an, und 1840-43 bestand auf dem Rhein ein regelmässiger Liniendienst B.-Mainz. Dann verdrängte die Eisenbahn die Schifffahrt. Ein nur durch die beiden Weltkriege unterbrochener Güterverkehr setzte auf dem Oberrhein (bis Schweizerhalle) 1904 ein. Der Bau der ersten Etappe des Rheinhafens St. Johann erfolgte 1906-07. Die beiden Hafenbecken in Kleinhüningen entstanden 1919-22 (I) und 1936-39 (II).

Am 15.6.1844 fuhr auf der Strecke Saint-Louis-B. der Chemins de fer d'Alsace die erste Eisenbahn in der Schweiz, für die am 11.12.1845 innerhalb der Stadtmauern ein Bahnhof eröffnet wurde. Schon 1853 bestanden tägl. Verbindungen nach Paris und Frankfurt. Erst vom 19.12.1854 an wurde der Abschnitt B.-Liestal der von der Schweizerischen Centralbahn gebauten Linie nach Olten befahren. Gemeinsam nahmen 1860 die Centralbahn und die Elsässerbahn den Centralbahnhof in Betrieb (Neubau 1907). 1855 folgte der über eine völkerrechtl. Sonderstellung verfügende Bad. Bahnhof (Neubau 1913). Die Bahnlinien der drei Länder wurden 1873 in B. verknüpft. Dazu kamen 1876 der Rangierbahnhof Wolf (seit 1900 auch Güterbahnhof), 1902 der Güterbahnhof St. Johann und 1905 der neue Güterbahnhof der Bad. Bahn.

Neben den Hauptbahnen wurden Schmalspurlinien gelegt: 1887 ins Birsigtal, 1902 und 1907 ins Birstal. Für die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) fuhr 1895 die erste elektr. Strassenbahn (Centralbahnhof-Mittlere Brücke-Bad. Bahnhof). Ab 1900 wurden Vororte erschlossen, so Saint-Louis (F, 1900), Allschwil (1905), Riehen (1908), Hüningen (F, 1910), Lörrach (D, 1919), Muttenz und Pratteln (1922) sowie Binningen (1934).

1905 waren 31 Motorfahrzeuge registriert. Bis 1938 erhöhte sich deren Zahl auf das Vorkriegsmax. von ca. 5'800, das erst 1947 überschritten wurde. Der Automobilbestand verdreifachte sich 1950-60 auf 28'600, um sich 1960-95 auf 65'770 mehr als zu verdoppeln. Mit 298,3 Personenwagen auf 1'000 Einw. lag B.-Stadt 1990 klar unter dem Landesmittel von 440.

Seit den späten 1850er Jahren wurden sechs Rheinbrücken und zehn weitere Viadukte und Brücken gebaut: u.a. 1857-58 der Viadukt der Elässerbahn über den Birsiggraben (1901-03 Umbau für städt. Verkehr), 1872-73 die Rheinbrücke zur Verbindung von Badischer und Centralbahn (Neubau 1959-61), 1877-79 die Wettsteinbrücke (Neubau 1993-95), 1879-82 die Johanniterbrücke (Neubau 1965-67), 1903-05 die Mittlere Brücke (anstelle der Holzkonstruktion von 1225), 1932-34 die Dreirosenbrücke und 1953-55 die St.-Alban-Brücke (1973 abgebrochen). In den späten 1960er und den 1970er Jahren entstanden für den städt. Autoverkehr der sog. City-Ring (1969-70 Heuwaage-Viadukt) und 1970-73 die Schwarzwald-Brücke zusammen mit der Osttangente als Stadtautobahn und Teilstück der Route Hamburg-Mailand. Ende der 1990er Jahre wurde mit dem Bau einer neuen Dreirosenbrücke mit Verbindung zwischen der dt. und der franz. Autobahn (Nordtangente) begonnen.

Das erste Flugzeug landete 1911 in B. Die seit dem 1. Weltkrieg bestehende Landepiste auf dem Birsfelder Sternenfeld erwies sich bald als zu klein, weshalb 1935 die Planung zur Verlegung begann. Auf franz. Boden (Blotzheim) wurde 1946 der binationale Flughafen B.-Mulhouse eingerichtet und seither für die internat. Luftfahrt ausgebaut.

Texte vom Historischen Lexikon der Schweiz, Bern.

Geschichte Basels - Gesellschaft

Sozialstruktur und sozialer Wandel
Die Industrialisierung blieb nicht ohne Auswirkungen auf die städt. Gesellschaft. Rentiers und mit eigenem Betrieb selbständig Erwerbende stellten noch im letzten Drittel des 19. Jh. einen Viertel der Erwerbstätigen. Ihr Anteil unterschied sich nach Branche erhebl. und machte z.B. im Handel mit den vielen Detaillisten zwei Fünftel, in der kapitalintensiven Seidenindustrie dagegen nur einen Fünfzigstel aus. Gegen Ende des 20. Jh. zählte man dagegen -- neben Arbeitern, Angestellten und Lehrlingen -- weniger als einen Zehntel selbständig Erwerbende und gut einen Zwanzigstel oberes Kader. Von ca. 25'000 Steuerpflichtigen deklarierten 1895 nur knapp ein Viertel ein Vermögen, davon etwas weniger als zwei Drittel 5'000-40'000 Fr., je etwas weniger als ein Sechstel 40'000-100'000 Fr. bzw. 100'000-1'000'000 Fr., schliessl. 138 Personen (ca. ein Fünfzigstel) durchschnittl. 3,6 Mio. Fr. Ein Jahrhundert später deklarierten etwas mehr als ein Viertel der gut 131'000 Steuerpflichtigen steuerbares Vermögen, davon zwei Fünftel weniger als 100'000 Fr., gut die Hälfte 100'000-1'000'000 Fr., die Übrigen mehr. Fast ein Viertel des steuerbaren Vermögens besassen die 169 Reichsten.

Die wachsende Schicht der unselbständig Erwerbenden darf nicht einfach als Unterschicht angesehen werden, umfasste sie doch unterschiedl. Erwerbsarten, vom mittleren Kader bis zur Putzfrau. Um 1900 bezeichnete der Kantonsstatistiker B. im internat. Vergleich als eindeutige "Fabrikstadt". Tatsächl. zählte man für eine schweiz. Grossstadt unter den Erwerbstätigen bis um 1980 überdurchschnittl. viele Arbeiter, näml. 1888 51%, 1900 54% und 1980 41%. Bis gegen die Mitte des 20. Jh. spielten daher polit. und soziale Auseinandersetzungen mit der Arbeiterbewegung eine wichtige Rolle.

In der Hochkonjunktur der Nachkriegszeit ermöglichten ausserordentl. günstige Ergebnisse der ansässigen Wirtschaft eine kulturelle Blüte. Früher als in der übrigen Deutschschweiz wurde die beklemmende Enge des Kalten Krieges gesprengt und Experimenten auf verschiedensten Ebenen mehr Raum gewährt. Neue Werte stiessen auf geringern Widerstand, weshalb auch die Auseinandersetzung mit der Jugend- und Studentenbewegung um 1968 weniger heftig ausfiel. B. schuf sich in dieser Zeit den 1990er Jahren halten konnte.

Der "Daig"
Wegen der Kantonstrennung wurde bis zum Ende des 19. Jh. die alte städt. Oberschicht kaum von neuen Eliten ländl. oder kleinbürgerl. Provenienz konkurrenziert. Polit. verlor sie ihre Macht um die Jahrhundertwende. Ökonom., sozial und kulturell hingegen beherrschte eine kleine Schicht reicher, eng versippter altbürgerl. Fam. ("Patriziat" oder "Daig"), deren ökonom. Basis das Seiden-, Kaufmanns- und Finanzkapital war, die Stadtgesellschaft bis nach dem 1. Weltkrieg. Mit gezielter Heiratspolitik schottete sie sich weitgehend erfolgreich gegen unten und aussen ab. Wegen der Krise der Seidenindustrie, dem Aufkommen der Aktiengesellschaften und der ökonom. und kulturellen Diversifizierung büsste der "Daig" danach stark an Einfluss ein, ohne ihn jedoch vollst. zu verlieren. Die erfolgreichen Bank- und Chemiekonzerne wurden meist von Zugezogenen geleitet.

Gewerkschaften und Streiks
Bereits vor 1850 entstanden erste Gewerkschaften, etwa der Generalposamenterverein von 1848, die aber meist rasch wieder zerfielen. Eine breite Streikbewegung der Jahre 1868-69 brachte dem Internat. Arbeiterverein vorübergehend über 3'000 Mitglieder. Erst der 1886 gegr. Arbeiterbund ermöglichte eine stabile Gewerkschaftsbewegung, indem er für die oft schwachen Berufsvereine personell, finanziell und publizist. ein Rückgrat bildete. Von der Mitte der 1890er Jahre an nahmen Streiks stark zu: 1905-07 zählte man jährl. ca. 20. Eine weitere Streikwelle war nach dem 1. Weltkrieg zu verzeichnen, als die Gewerkschaften vorübergehend fast 20'000 Mitglieder zählten. Heraus ragten der Generalstreik vom Nov. 1918, der ohne Zwischenfälle verlief, und derjenige vom Aug. 1919, als ein unverhältnismässiger Militäreinsatz fünf Todesopfer forderte. Durch die Spaltung in ein radikales und ein gemässigtes Kartell erlitt die Basler Gewerkschaftsbewegung 1927 einen bis anfangs der 1940er Jahre nachwirkenden Rückschlag. In den Kriegsjahren erfuhr sie v.a. dank dem neuen Chemiearbeiter-Verband einen nie gekannten Aufschwung auf über 31'000 Mitglieder im Jahr 1946. Der anfangs 1945 unterzeichnete Chemie-Gesamtarbeitsvertrag war gesamtschweiz. der erste für den Grossteil einer wichtigen Exportindustrie. Seither kam es ausser 1946-47 selten zu Streiks.

In der 2. Hälfte des 20. Jh. lag das Schwergewicht der gewerkschaftl. Tätigkeiten auf der Verwaltung und dem Ausbau der Gesamtarbeitsverträge. Lange verfügten die Gewerkschaften zudem über gute Drähte zur kant. Politik. Wie in der übrigen Schweiz überschritten sie in den 1960er Jahren mitgliedermässig ihren Höhepunkt. Seit den 1970er Jahren haben sie zudem an polit. Einfluss verloren.

Texte vom Historischen Lexikon der Schweiz, Bern.

Geschichte Basels - Kultur und Bildung, Kirchen und religiöses Leben

Vereinsleben
Zwischen 1800 und 1832 wurden in B. 25 bürgerl. Vereine gegr., zwischen 1832 und 1860 nochmals ca. 150. Nach ihrem polit. und ökonom. Funktionsverlust wurden die Zünfte zu den wichtigsten Verbindungsformen ohne spezif. Vereinszweck, v.a. für bürgerl. Schichten. Daneben entstanden -- neben Parteien, Gewerkschaften, Berufsverbänden sowie Kranken- und Pensionskassen -- zahlreiche zweckgebundene Vereine in allen Bereichen. Dazu einige Beispiele: - Wohltätigkeit: 1870 Freiwillige Armenpflege, 1901 Frauenverein, - Religion: 1860 Evang. Gesellschaft für Stadtmission, 1865 Vinzenzverein, - Wirtschaft: 1865 Allg. Consum-Verein, 1867 Gewerbeverband, 1876 Handels- und Industrieverein (Handelskammer), 1886 Arbeiterbund, - Kultur und Bildung: 1839 Kunstverein, 1870 Statist.-volkswirtschaftl. Gesellschaft, 1874 Hist. und Antiquar. Gesellschaft, - Militär: 1834 Artillerie-Verein, - Gesang, Musik, Fasnacht: 1824 Basler Gesangverein, 1852 Liedertafel, 1858 Quodlibet, 1884 Vereinigte Kleinbasler, 1896 Mandolinen-Gesellschaft, - Heimat und Unterhaltung: 1858 Aargauer Verein. Im 20. Jh. entwickelte sich das Vereinsleben stark in den gelegten Bahnen. Dazu kamen Neugründungen wie z.B. 1912 der Kath. Frauenbund, 1923 die der Arbeiterbewegung nahestehende Fasnachts-Clique Rätz, 1926 das Kammerorchester, 1942 die Freizeitaktion und 1970 die Basler Arbeitsgemeinschaft zum Schutz von Natur und Umwelt (BASNU).

Sportvereine bildeten sich im 19. Jh. in den Bereichen Turnen (1819 Bürgerturnverein), Schiessen (1868 Feldschützen), Handball (1862 ATV) und Wasserfahren (1883 Rheinclub). Im 20. Jh. wurden diese Sportarten v.a. durch Fussball (1893 FC B.), Leichtathletik (1907 BSC Old Boys), Eishockey (1932 EHC B.), Schwimmen (1919 Schwimm-Club B./Neptun), Skifahren (1904 Skiclub B.), Tennis (1886 TC Casino) und Fitness (1971 John Valentines Fitness Club) ergänzt bzw. zunehmend verdrängt.

Museen
Die Öffentl. Kunstsammlung, die auf das Kunstkabinett der Fam. Amerbach zurückgeht, wurde 1849 zusammen mit der Universitätsbibliothek und andern Sammlungen im neuen Museum an der Augustinergasse untergebracht. Sie fand 1936 im Kunstmuseum am St.-Alban-Graben ihr heutiges Domizil. Neben den älteren Beständen der Alten Meister (Konrad Witz, Hans Holbein d.J.) machten sie v.a. die Ankäufe von sog. "Entarteter Kunst" (Expressionismus, Kubismus) in den 1930er Jahren, von amerikan. Kunst (Bruce Nauman, Robert Rauschenberg, Andy Warhol) und wichtiger Werke Pablo Picassos in den 1960er und 70er sowie von Zeichnungen und Objekten von Joseph Beuys und von "Minimal Art" in den 1970er und 80er Jahren zu einem der internat. bedeutendsten Kunstmuseen. 1979 wurde es um das Museum für Gegenwartskunst erweitert.

Der Basler Kunstverein veranstaltet seit 1840 jedes Jahr eine Winterausstellung. Die 1872 eröffnete Kunsthalle am Steinenberg ermöglicht ihm zudem Ausstellungen mit z.T. überregionaler Ausstrahlung. Seit 1972 findet in den Hallen der "Messe Basel" jährl. die Art statt, die internat. bedeutendste Messe für Kunst des 20. Jh.

Wichtige Bestände besitzen auch das Naturhist. Museum (1822 Naturwiss. Sammlung) und das Museum der Kulturen (alle im Museum an der Augustinergasse), das seit 1894 in der Barfüsserkirche untergebrachte Hist. Museum, das 1966 gegr. Antikenmuseum und die ihm 1980 angegliederte Sammlung Ludwig in der alten Dompropstei sowie die 1997 der Öffentlichkeit zugängl. gemachte Sammlung der Fondation Beyeler in Riehen.

Musik, Theater, Film
Sängerfeste, Festspiele und populäre Musik- und Gesangvereine bildeten im 19. Jh. die Basis des Musiklebens, das heute von zahlreichen Formationen vom Basler Sinfonie-Orchester (1969) bis zu div. Jazz-, Rock- und Pop-Bands getragen wird. Aus dem Zusammenschluss älterer Veranstalter entstand 1876 die Allg. Musikgesellschaft (AMG) als Trägerin der Orchestermusik. Die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG) richtete 1867 die Allg. Musikschule ein, 1905 ergänzt durch das Konservatorium. Mit der Gründung der Basler Orchester-Gesellschaft (BOG) engagierte sich 1921 erstmals der Staat im bisher privat getragenen Musikleben. Paul Sacher gründete 1933 die Schola Cantorum Basiliensis für alte Musik, die sich 1954 mit der Musikschule zur Musik-Akad. vereinigte.

Die im "frommen B." weit weniger als die Musik geschätzte Theaterkultur fand ihre erste Institution 1834 im Theater auf dem "Blömlein". Das von der Theatergenossenschaft betriebene, seit 1866 vom Kt. subventionierte Haus zeigte ein gemischtes Programm mit Varieté- und Zirkuselementen. 1875 wurde der Bau am Steinenberg bezogen (Restauration nach Brand 1904, Neubau 1975). In den 1960er und 70er Jahren wurden die Basler Theater zum grössten Dreispartenbetrieb (Schauspiel, Ballet, Oper) der Schweiz und unter Leitung von Werner Düggelin zum internat. beachteten Haus.

Die ersten "lebenden Photographien" waren in B. am 31.7.1896 zu sehen. Das erste ständige Kinematographentheater nahm 1907 seinen Betrieb auf, das erste für Tonfilm 1931. Die meisten Kino-Eröffnungen datieren in die späten 1920er Jahre. Als ältester Club im deutschspr. Raum für nicht-kommerzielles Kino gilt Le Bon Film (1931).

Feste und Feiern
Im 19. Jh. gehörten grosse Feste und Festspiele zu den wichtigen gesellschaftl. Ereignissen mit nachhaltiger sozialer Integrations- und Repräsentationswirkung (u.a. 1844 Eidg. Schützenfest, regelmässige Turn- und Sängerfeste, seit 1860 jährl. St. Jakobsfest, 1892 Vereinigungsfeier, 1901 Bundesfeier). Nach dem 2. Weltkrieg dominierten zunehmend Volksfeste ohne polit. Inhalte.

Die Basler Fasnacht findet in der Woche nach Aschermittwoch statt. Während sich im 19. Jh. bürgerl. und nicht-bürgerl. Formen konkurrenzierten, bildete sich bis zum 1. Weltkrieg der heutige Stil aus: Die Aktiven organisieren sich in grossen Stammcliquen (bis in die 1980er Jahre meist ohne Frauen), kleinen Cliquen (oft Abspaltungen) und Grüppchen ("Schyssdräggziigli"), um mit Trommeln und Pfeifen am Montag um 4 Uhr früh ("Morgestraich"), am Montag und Mittwoch nachmittags sowie an allen drei Tagen abends und nachts maskiert und kostümiert durch die Innenstadt zu ziehen. Seit den 1940er Jahren kommen die sog. "Guggemusigge" mit Posaunen und Trompeten dazu. In den Wirtschaften der Innenstadt rezitieren am Abend Bänkelsänger "Schnitzelbänke" (gesungene Verse), welche das gesellschaftl. und polit. Leben des vergangenen Jahres persiflieren. Die Verbindung einiger starrer Grundregeln mit anarch. Freiheit der Gestaltung sichert der Fasnacht seit den 1920er Jahren grosse Integrationskraft.

Medien
Die älteste polit. Tageszeitung B.s war Andreas Heuslers offiziöse "Bas(e)ler Zeitung" (1831-59). 1838-62 bestand daneben das mittelständ.-konservative "Tagblatt der Stadt B.". Radikale um Karl Brenner gründeten 1842 die National-Zeitung (1860-88 "Schweiz. Volksfreund"). Das seit 1729 bestehende "Avis-Blatt" (nur Anzeigen) wurde 1845 in das konservative "Intelligenzblatt der Stadt B." umgewandelt, das ab 1856 als Basler Nachrichten erschien. Anfängl. am Juste-Milieu, später auch nach links orientierte sich die "Schweizer Grenzpost" (1871-91). Katholiken gründeten 1873 das Basler Volksblatt (1982 "Nordschweiz", 1992 Übernahme durch "Basellandschaftl. Zeitung"). Der Arbeiterbund gab von 1886 an den "Basler Arbeiterfreund" heraus, der 1893 in (Basler) Vorwärts umbenannt und nach der Parteispaltung 1921 Organ der KP wurde. Die von der SP 1921 gegr. Basler Arbeiter-Zeitung (ab 1963 "Abendzeitung AZ") erschien bis 1992. "National-Zeitung" und "Basler Nachrichten", die wichtigsten Blätter, wurden 1977 zur Basler Zeitung (BaZ) fusioniert, der seit 1992 einzigen Tageszeitung in B.-Stadt.

Die ab 1926 sendende Radio-Genossenschaft B. ging 1931 in der Schweiz. Rundspruchgesellschaft (SRG) auf. Einzige lokale Station war bis 1998 das 1983 eröffnete Radio Basilisk. Obwohl 1952 B. als erste Stadt der dt. Schweiz einen Fernseh-Versuchsbetrieb durchgeführt hatte, erhielt es kein Studio.

Kirchen und religiöses Leben
Mit der Industrialisierung wanderten zunehmend kath. Arbeiter und Arbeiterinnen in die bis Mitte des 19. Jh. weitgehend prot. Stadt ein, so dass der Anteil der Protestanten bis 1880 auf zwei Drittel der Wohnbevölkerung zurückging. Bis 1950 verharrte er auf diesem Niveau. Alle anderen Konfessionen und Religionen stellten zusammen im 19. Jh. kaum je mehr als 1%. Nach dem 2. Weltkrieg erhöhte sich bis 1970 der Anteil der Katholiken auf 41%. In den folgenden 20 Jahren veränderten sich die Verhältnisse infolge der allg. Säkularisierung und auch migrationsbedingt dramat.: Der Anteil der Protestanten sank auf einen Drittel, jener der Katholiken auf einen Viertel, während sich derjenige der Konfessionslosen auf beinahe 35%, jener der anderen Religionen und Konfessionen auf über 5% erhöhte.

Neben dem strukturellen Wandel prägten im 19. Jh. der Kulturkampf und der Pietismus das kirchl. Leben. Der Kulturkampf zwischen der röm.-kath. Gem. und v.a. freisinnig-prot. Kräften gipfelte 1884 in der Abschaffung der kath. Schule und im 1889 verfassungsrechtl. festgelegten Unterrichtsverbot für Geistliche. Der Pietismus prägte das Leben und Denken des Basler Grossbürgertums im 19. und frühen 20. Jh. tiefgreifend. V.a. die 1815 gegr. Basler Missionsges. und die ihr angegliederte Basler Handelsgesellschaft wurden dank breiter Verankerung zu einflussreichen Institutionen mit in div. "Missions-Gebieten", v.a. Afrikas und Asiens, z.T. bis heute anhaltender Wirkung. Gegen die "Frommen" der pietist. "Brüdergemeinde" machte sich innerkirchl. Opposition bemerkbar, die 1880-84 in der Gründung "positiver" und "liberaler" Gemeindevereine gipfelte. Erst ab 1848 konnten Katholiken das Bürgerrecht erwerben. Ihre Gem. lehnte 1876 die rechtl. Gleichstellung mit der evang. Kirche aus Furcht vor staatl. Aufsicht ab; dafür erhielten 1878 die freisinnig orientierten Christkatholiken den Status einer kath. Landeskirche. Die röm.-kath. Kirche wurde in B.-Stadt erst 1972 Körperschaft öffentl. Rechts. Zwischen 1885 und 1935 entstanden fünf neue kath. Kirchen und 1928 das St. Claraspital als wichtigstes Werk kath. Wohltätigkeit.

Die 1805 gegr. jüd. Gem. blieb wegen der extrem restriktiven Aufenthaltsbestimmungen bis 1849 sehr limitiert. Volle Niederlassungsfreiheit und Rechtsgleichheit erhielten Juden erst durch die Teilrevision der Bundesverfassung von 1866. Die Synagoge konnten sie 1868 einweihen und 1892 vergrössern. Seit 1972 ist die Isr. Gem. in B.-Stadt, als erste in der Schweiz, den christl. Landeskirchen gleichgestellt. Am 29.8.1897 eröffnete Theodor Herzl im Stadtcasino den ersten Zionistenkongress ( Zionismus ), der mit dem "Baseler Programm" die Schaffung einer öffentl.-rechtl. gesicherten Heimstätte in Palästina anstrebte. Bis 1948 (Gründung Israels) tagten neun weitere Zionisten-Kongresse in B. 1997 fanden Feierlichkeiten und wiss. Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum des ersten Kongresses statt.

Texte vom Historischen Lexikon der Schweiz, Bern.

Die Suche nach: '2 Guns' ergibt folgende Resultate:

 Ergebnisse für 2 Guns   1 bis 10 von 55 Resultaten. Laufzeit: 0.203 seconds  
 Seite: 1 2 3 4 5 6 Nächste 10
1 ... beim Comeback mit gebrochenem Fuss: Guns N'Rollstuhl! - Blick
... beim Comeback mit gebrochenem Fuss: Guns N'Rollstuhl! - Blick';scz ... beim-comeback-mit-gebrochenem-fuss-guns-nrollstuhl-id4900117';scz.channel='people ... beim-comeback-mit-gebrochenem-fuss-guns-nrollstuhl-id4900117';if(category){scz ... beim-comeback-mit-gebrochenem-fuss-guns-nrollstuhl-id4900117';};scz.trackingServer='omni ... Alle Meldungen Teaserplatzhalter Sport Videoformate 2 Minuten für Dino Liga- ...
URL: http://www.blick.ch/people-tv/international/axl-rose-singt-beim-comeback-mit-gebrochenem-fuss-guns-nrollstuhl-id4900117.html
2 Outline of Cultural Materials (OCM) | Museum der Kulturen
... Abortion reasons and circumstances 668.2 Abortion rights movements 843 Abortion ... 714 Accouterment and uniform 177.2 Acculturation 251 Accumulation of food ... by 162 Age demographics 121.2 Age determination, by teeth** 88 ... 121.9 Analysis discourse 128.2 Analysis network 147 Analysis of ... 8 Anthropological methods constructivism 121.2 Anthropological methods cultural history ...
URL: http://www.mkb.ch/de/Informationen_Services/bibliothek/ocm.html
3 TV-Tipps - Seite 162 - cablemodem.ch - das Cable Forum für Profis
... Kampf der Titanen wenn SRF-2 möchte dass seine filme ... tage-EPG: Fehler,Fehler,Fehler... (2.316) t.b.g.w ... Ordnung shift / Walulis The Frighteners / [2] Charlie Wilsons War / Enthüllung ... Der Babynator / Inside Man / Vacancy 2 Easy Virtue / The Town 13 ... Pool Daten Fire with Fire / [2] / Vera Die Maske des ...
URL: http://www.cablemodem.ch/cableforum/viewtopic.php?f=10&p=96132
4 Moviestar - Die glorreichen Sieben - Collection [4 DVDs] Occ.
... glorreichen Sieben: Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo Englisch: Dolby Digital 2.0 Stereo Die Rache der ... glorreichen Sieben: Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo Englisch: Dolby Digital 2.0 Stereo Der Todesritt der ... glorreichen Sieben: Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo Englisch: Dolby ...
URL: http://www.moviestar.ch/product_info.php?info=p2844_die-glorreichen-sieben---collection--4-dvds--occ-.html
5 Warum im Joggeli wieder gerockt wird - News Kultur: Musik - bazonline.ch
... image_id":"1596947","diashow_title":"Guns N' Roses, AC/DC und ... link_title":"","legend":"...etwa beim Guns N'Roses Konzert in der ... jpg"},"story_title":"","diashow_title":"Guns N' Roses, AC/DC und ... title":"","story_title":"","diashow_title":"Guns N' Roses, AC/DC und ... link":"","link_title":"","legend":"Netzstr ":"Guns N' Roses, AC/DC ...
URL: http://bazonline.ch/kultur/pop-und-jazz/Warum-im-Joggeli-wieder-gerockt-wird/story/14953016
6 News Kultur: Musik - bazonline.ch
... der Sex Pistols soll brennen Guns N' Roses überraschen Fans Die ... Aktualisiert am 02.04.2016 2 Kommentare Guns N' Roses planen Comeback Der ... Aktualisiert am 24.03.2016 2 Kommentare Wir im Hallenstadion Kanyes ...
URL: http://bazonline.ch/kultur/pop-und-jazz/
7 Nachrichten aus der Schweiz und aller Welt - Blick
... server: info.domain, network: '780.2', siteid: '122004', params:{loc:'100 ... Alle Meldungen Teaserplatzhalter Sport Videoformate 2 Minuten für Dino Liga-Prognose ... Ice Hockey Cup Spengler Cup 2 Minuten für Dino Nati Formel ... four-cols"; } else if (menuLevel === 2 && hasChildren) { teaserClass = "teaser teaser--two ... teaserWidth = 420; } else if (menuLevel === 2 || menuLevel === 1) { teaserClass = "teaser ...
URL: http://www.blick.ch
8 All News | News | RFV Basel
... RFV Basel: Bands für RegioSoundCredit 2/2013 bewerben 06.05.13 ... in der Kaserne Basel die 2. Runde 22.04.13 | Neben ... das Geld ... Sud unplugged: Jeden 2. Donnerstag Live- Musik ohne Earplugs ... jeweils drei Livebands und jeden 2. Donnerstag heisst es ... 65 Bands ... Gun: 23.01.13 | The Guns of Basel Die Strasse ...
URL: http://www.rfv.ch/news/all-news.2013.html
9 News | RFV Basel
... RFV Basel: Bands für RegioSoundCredit 2/2013 bewerben 06.05.13 ... in der Kaserne Basel die 2. Runde 22.04.13 | Neben ... das Geld ... Sud unplugged: Jeden 2. Donnerstag Live- Musik ohne Earplugs ... jeweils drei Livebands und jeden 2. Donnerstag heisst es ... 65 Bands ... Gun: 23.01.13 | The Guns of Basel Die Strasse ...
URL: http://www.rfv.ch/news.2013.html
10 Museum Tinguely - Rotozaza I und II
... Museum Tinguely | Paul Sacher-Anlage 2 | P.O. Box 3255 | CH ... Museum Tinguely | Paul Sacher-Anlage 2 | P.O. Box 3255 | CH ... 2000 Jean Tinguely: ROTOZAZA No. 2 Zur Geschichte der Skulptur ROTOZAZA No. 2 entstand 1967 für den Zweiten ... anstelle der Bierflaschen der No. 2. Diese Maschine ist zerstört. ...
URL: http://www.tinguely.ch/en/ausstellungen_events/ausstellungen/1999/Rotozaza-I-und-II-.html
 Seite: 1 2 3 4 5 6 Nächste 10

Sie können die Volltextsuche deaktivieren falls Sie diese nicht benötigen oder wünschen.

copyrights 2005 nextron internet team GmbH